UGC-Hooks anbieten heißt, Hook-Versionen als eigene Leistung mit klarer Menge und eigenem Preis ins Angebot zu schreiben. Ein Hook ist der Einstieg eines Videos, also die ersten Sekunden. Eine Hook-Version ist dasselbe Video mit einem anderen Einstieg, geliefert als eigene Datei. Marken testen so in Anzeigen, welcher Einstieg besser ankommt, und fragen deshalb oft: „Kannst du uns noch drei andere Hooks schicken?“
Wer darauf nicht vorbereitet ist, sagt entweder aus Gefälligkeit zu oder zögert zu lange. Du legst hier fest, was eine Hook-Version ist, wie viele ins Grundpaket gehören, wie du den Aufwand rechnest, wie du die Dateien ordnest und wo deine Grenze liegt.
Was eine Hook-Version als Leistung ist
Marken meinen mit „Hooks“ nicht immer dasselbe. Damit ihr über dasselbe sprecht, trennst du drei Dinge:
| Begriff | Was sich ändert | Was gleich bleibt |
|---|---|---|
| Hook-Version | der Einstieg, meist die ersten drei bis fünf Sekunden | Hauptteil, Produkt, Abschluss |
| Variante | Länge, Format oder Abschluss | Einstieg und Hauptteil |
| neues Video | Skript und Aufbau | nur das Produkt |
Eine Hook-Version ist also kleiner als ein neues Video, aber größer als ein Schnitt-Handgriff. Sie braucht fast immer mindestens einen zusätzlichen Take, also eine neue Aufnahme, einen Schnitt und eine eigene Datei. Das ist Arbeit, die du berechnen darfst.
Wie du Längen, Formate und Abschlüsse als Zusatzleistung rechnest, steht im Ratgeber UGC-Varianten berechnen. Was in einem guten Briefing zu Einstiegen steht, zeigt der Ratgeber UGC-Briefing.
UGC-Hooks anbieten im Paket: wie viele sind enthalten?
Du hast zwei Möglichkeiten, Hooks ins Angebot zu schreiben:
- Hooks im Paket enthalten: Das Grundpaket enthält zum Beispiel ein Video mit zwei Hook-Versionen. Die Marke zahlt einen Preis, und du hast den Aufwand eingerechnet.
- Hooks als Zusatz: Das Grundpaket enthält nur das Video. Jede Hook-Version kostet einzeln.
Die Entscheidung triffst du mit einer Regel: Ins Grundpaket gehören so viele Hooks, wie du im selben Dreh ohne neuen Aufbau schaffst. Das sind meist die ersten zwei. Brauchst du für einen Einstieg einen anderen Ort, ein anderes Outfit oder neues Licht, ist es keine einfache Version mehr, sondern eine eigene Aufnahme. Diese rechnest du extra.
Ob du Hooks als Bündel anbietest, entscheidest du nach dem Kunden:
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Neue Marke, erster Auftrag | zwei Hooks im Paket, alles weitere als Zusatz mit Preis |
| Marke testet Anzeigen | Paket mit drei bis vier Hooks, dafür etwas höherer Preis |
| Stammkunde mit festem Monatspaket | Hooks pro Monat fest im Paket, mehr als Zusatz |
Prüf nach einigen Aufträgen, wie oft Marken mehr Hooks wollten, als im Paket stecken. Fragen fast alle nach mehr, ist dein Grundpaket zu knapp zugeschnitten, und du hängst ständig Zusätze an. Fragt kaum jemand, passt die Zahl. Pass das Paket dann an, statt jedes Mal neu zu verhandeln.
Der Aufwand je Hook als Rechenweg
Schätze, wie lange eine Hook-Version dich kostet. Eine Hook-Version besteht aus drei Arbeitsschritten:
| Arbeitsschritt | Zeit (frei gewählt) |
|---|---|
| Zusätzlicher Take | 20 Minuten |
| Schnitt | 25 Minuten |
| Export und Benennung | 15 Minuten |
| Summe | 60 Minuten |

Rechenbeispiel mit frei gewählten Zahlen, keine Marktpreise, alle Beträge ohne Steuern. Jona Wiese macht UGC für Kerzen der Marke Lunava. Er rechnet mit 40 € je Stunde. Sein Grundpaket enthält ein Video mit zwei Hook-Versionen. Die Marke wünscht insgesamt sechs Hooks.
| Posten | Rechnung | Betrag |
|---|---|---|
| Hook-Versionen im Paket | 2 enthalten | 0 € |
| Zusätzliche Hooks | 6 − 2 = 4 Stück | |
| Aufwand je zusätzlichem Hook | 60 Minuten = 1 Stunde × 40 € | 40 € |
| Summe Zusatz | 4 × 40 € | 160 € |
Sollen alle sechs Einstiege auch in Anzeigen laufen, kommt der Aufschlag für die Nutzung auf die zusätzlichen Hooks. Mit 20 % sind das 32 €, zusammen also 192 €.
Nachgerechnet: 20 + 25 + 15 = 60 Minuten. 4 × 40 € = 160 €. 20 % von 160 € = 32 €. 160 € + 32 € = 192 €.
Braucht ein Einstieg einen neuen Aufbau, setzt du mehr an, zum Beispiel 2 Stunden statt 1: 80 € statt 40 € für diese Version. Zählst du Hook-Versionen als eigene Videos, rechnet dir der Rechner UGC-Vergütung berechnen die Summe mit. Er rechnet im Browser, ohne zu speichern, und gibt keinen Preis vor.
Hooks ordnen: Dateinamen und Lieferung
Fünf Versionen eines Videos sehen in einem Ordner schnell gleich aus. Die Marke muss sie vergleichen und später in Anzeigen zuordnen können. Gib jeder Datei einen Namen, der alles sagt:
marke_produkt_video1_hook3_9x16_v2
So liest du den Namen:
| Teil | Bedeutung |
|---|---|
| marke_produkt | Wer und was |
| video1 | das Hauptvideo |
| hook3 | dritte Hook-Version |
| 9x16 | Format |
| v2 | Fassung nach einer Korrektur |
Lege dazu eine kurze Liste bei, die jede Version in einem Satz beschreibt, zum Beispiel „Hook 3: startet mit dem Produkt in der Hand“. Dann muss die Marke nicht raten, welche Datei welche ist. Wie du Ordner für Rohmaterial, Fassungen und Lieferung aufbaust, zeigt der Ratgeber UGC-Ordnerstruktur.
Grenzen setzen: keine unbegrenzten Hooks
Ohne Grenze wird aus zwei Hooks schnell Hook Nummer acht. Schreib deshalb drei Dinge ins Angebot:
- Die Zahl: „im Paket enthalten: 2 Hook-Versionen“.
- Den Preis des Zusatzes: „jede weitere Hook-Version: [Betrag]“.
- Den Zeitpunkt: „Hooks, die nach der Lieferung gewünscht werden, sind ein Zusatzauftrag.“
Vorlage: Zeile im Angebot
Enthalten: 1 Video mit 2 Hook-Versionen, jeweils als eigene Datei. Weitere Hook-Versionen vor der Lieferung: [Betrag] je Version. Hook-Versionen nach der Lieferung bieten wir als Zusatzauftrag an.
Wünscht die Marke nach der Lieferung weitere Hooks, hast du zwei Wege. Beide sind in Ordnung. Wichtig ist, dass du nicht stillschweigend arbeitest.
Vorlage: Antwort auf einen Hook-Wunsch nach der Lieferung
Hallo [Name], gern liefere ich weitere Hook-Versionen. Das ist ein Zusatzauftrag: [Anzahl] Versionen kosten [Betrag], Lieferung bis [Datum]. Wenn das passt, bestätige ich es kurz schriftlich und lege los.
Eine Ausnahme: Hat die Marke etwas Falsches bekommen, etwa einen Hook, der nicht zum Briefing passt, ist das eine Korrektur und kein Zusatz. Das klärt ihr anhand des Briefings.
Mit Management: alle Hook-Versionen im Creator-Portal hochladen
Arbeitest du mit einem Management oder einer Agentur, die CreatorOffice nutzt, liegen Briefing, Fristen und Dateien an einem Ort:
- Deal im Detail: Umfang, Plattform, Nutzungsdauer und Termin der Content-Abgabe.
- Briefings: je Kooperation oder je Beitrag, auch mit den gewünschten Einstiegen.
- Content hochladen: Du lädst alle Versionen hoch. Das Team kommentiert, gibt frei oder fordert eine Korrektur an. CreatorOffice zählt die vereinbarten Korrekturschleifen mit.
- Chat: Wünsche nach weiteren Hooks stimmst du direkt an der Kooperation ab.
Den Zugang bekommst du per Einladung deines Managements. Wie das Portal aussieht, zeigt die Seite Für Creator.
Häufige Fragen
Was ist eine Hook-Version bei UGC?
Dasselbe Video mit einem anderen Einstieg, also anderen ersten Sekunden, als eigene Datei. Hauptteil und Abschluss bleiben gleich. Marken nutzen mehrere Hook-Versionen, um in Anzeigen zu testen, welcher Einstieg besser funktioniert.
Wie viele Hooks gehören in ein UGC-Paket?
So viele, wie du im selben Dreh ohne neuen Aufbau schaffst, meist zwei. Alles darüber bietest du als Zusatz mit eigenem Preis an. Bei Marken, die Anzeigen testen, kann ein größeres Hook-Paket sinnvoll sein.
Was kostet ein zusätzlicher Hook?
Das hängt von deinem Aufwand ab. Schätze die Minuten für zusätzlichen Take, Schnitt, Export und Benennung und multipliziere mit deinem Stundensatz. Braucht ein Einstieg einen neuen Aufbau, setzt du mehr Zeit an.
Muss ich weitere Hooks nach der Lieferung kostenlos nachliefern?
Nein, außer die gelieferte Version passt nicht zum Briefing. Zusätzliche Hooks nach der Lieferung sind ein Zusatzauftrag mit Preis und Termin. Schreib das vorab ins Angebot.
Zählt ein Hook als eigenes Video?
Das entscheidest du für dein Angebot. Rechnest du Hooks als eigene Videos, kann der Rechner UGC-Vergütung sie mitzählen. Wichtig ist, dass du in Angebot und Rechnung dieselbe Zählweise nutzt.
CreatorOffice für Creator
Arbeitest du mit einem Management, das CreatorOffice nutzt, hast du Umfang, Briefing und Upload deiner Deals im Creator-Portal am Handy. Auch alle Hook-Versionen eines Deals lädst du dort an derselben Stelle hoch.


