Petfluencer-Kooperationen finden heißt nicht, möglichst viele Tiermarken anzuschreiben. Entscheidend ist, welche Produkte in eurem echten Alltag vorkommen, welche Szenen dein Tier entspannt mitmacht und was für deine Community glaubwürdig bleibt. Eine kleine, sauber ausgewählte Markenliste ist deshalb wertvoller als ein voller Posteingang mit unpassenden Anfragen.
Der Ausgangspunkt ist nicht die Frage „Wer könnte mich bezahlen?“, sondern „Welche Marke passt so gut zu unserem Account, dass ich sofort eine konkrete Szene vor Augen habe?“ Daraus entsteht eine Akquise, die sich wie dein normaler Content anfühlt und nicht wie ein Fremdkörper.
Petfluencer-Kooperationen finden beginnt mit deinem echten Alltag
Schreib in wenigen Zeilen auf, was Menschen auf deinem Account wiederholt sehen. Das kann ein bestimmter Tagesablauf, Reisen mit Tier, Beschäftigung, Ausstattung zu Hause oder eine sehr charakteristische Bildsprache sein. Diese Beobachtung ist wichtiger als eine Liste mit Branchen. Sie zeigt, welche Produkte später glaubwürdig auftauchen können.
Danach ergänzt du, welche Fragen deine Community häufig stellt. Fragt sie nach Materialien, Größen, Alltagstauglichkeit oder bestimmten Situationen? Solche wiederkehrenden Fragen sind Hinweise auf Themen, bei denen eine Kooperation echten Informationswert haben kann. Du verkaufst einer Marke dann nicht nur einen hübschen Tiermoment, sondern einen nachvollziehbaren Platz im bestehenden Account.
So nutzt du die vier Felder für deine Markenliste:
- Tier & Alltag: Passt das Produkt in eine Situation, die dein Tier bereits kennt und regelmäßig erlebt?
- Community-Fit: Gibt es unter deinem Content Fragen oder Interessen, zu denen die Marke glaubwürdig beitragen kann?
- Machbare Szene: Lässt sich die Idee ruhig produzieren, ohne eine ungewöhnliche Handlung vom Tier zu verlangen?
- Konkreter Anlass: Hast du einen aktuellen Aufhänger, der erklärt, warum du die Marke gerade jetzt kontaktierst?

Aus Markenfeldern wird eine kurze Zielliste
Jetzt übersetzt du deinen Account in Markenfelder. Statt „Tiermarken“ schreibst du konkrete Kategorien auf, die zu euren Routinen passen. Danach suchst du Unternehmen, deren Produkte in genau diesen Situationen vorkommen könnten. Entscheidend ist die Passung, nicht die Bekanntheit.
Eine einfache Liste reicht: Marke, Produktbereich, warum es passt, mögliche Szene, Kontaktstatus. Wenn dir zu einer Marke keine plausible Szene einfällt, bleibt sie vorerst draußen. So verhindert die Liste, dass du später Standardmails verschickst, die weder dir noch der Marke einen echten Grund für ein Gespräch geben.
- Lunava: passt zu einer bestehenden Morgenroutine und lässt sich ruhig im gewohnten Zuhause zeigen.
- Velune: beantwortet eine wiederkehrende Frage aus der Community, braucht aber noch einen konkreten Anlass.
- Kalmira: passt thematisch, würde für die geplante Szene aber zu viel neue Umgebung verlangen und bleibt deshalb vorerst draußen.
Der Kooperationsanlass ist konkreter als „Wir lieben eure Produkte“
Eine gute erste Nachricht braucht einen Anlass. Vielleicht veröffentlichst du gerade eine Serie über euren Alltag in der Stadt, planst eine Reise oder zeigst regelmäßig dieselbe Routine. Genau dort kann eine Marke sinnvoll hineinpassen.
Formuliere den Anlass in einem Satz: „In meiner aktuellen Reihe zeige ich, wie unser Alltag unterwegs funktioniert. Euer Produkt passt in die Szene X, weil …“ Damit versteht die Marke sofort, was du produzieren würdest. Den allgemeinen Aufbau für aktive Anfragen findest du auch unter Marken anschreiben als Influencer.
Vorlage für eine erste Petfluencer-Anfrage
Die erste Mail darf kurz sein. Sie soll zeigen, dass du die Marke kennst und bereits an die Umsetzung gedacht hast. Eine vollständig formulierte Version kann so aussehen:
Hallo Lea,
ich bin Jona Wiese und betreibe einen Tier-Account über den ruhigen Alltag mit meinem Kater Milo in einer Stadtwohnung. In meiner aktuellen Reihe zeige ich unsere Morgenroutine und kleine Lösungen, die dabei wirklich vorkommen. Euer Produkt von Lunava würde dort als Teil der Futterstation natürlich in die Szene passen. Unter ähnlichen Beiträgen kommen bei mir regelmäßig Fragen dazu, wie ich den Bereich praktisch und unaufgeregt gestalte. Wenn das für euch interessant ist, schicke ich euch gern mein Petfluencer-Media-Kit und eine passende Arbeitsprobe.
Viele Grüße
Jona
Die Nachricht bittet nicht allgemein um „eine Kooperation“. Sie öffnet ein Gespräch über eine konkrete Szene. Wenn du vorher noch unsicher bist, wofür dein Account stehen soll, hilft dir Tier-Account für Marken positionieren.
Passung ist auch eine Absageentscheidung
Nicht jede freundliche Rückmeldung muss zu einem Deal werden. Prüfe Produkt, gewünschte Darstellung, Termin und den Aufwand für dein Tier. Wenn das Produkt nicht in euren Alltag passt oder die geforderte Szene unnatürlich wäre, ist eine Absage oft die professionellere Entscheidung.
Für spätere Anfragen hilft eine kleine Stoppliste. Darauf stehen Dinge, die du grundsätzlich nicht zeigen willst, Umgebungen, die für dein Tier nicht funktionieren, und Formate, die du nicht anbietest. Dadurch musst du dieselbe Grundsatzentscheidung nicht bei jeder Mail neu treffen.
Aus der Zielliste wird ein verlässlicher Akquise-Rhythmus
Bearbeite die Liste nicht täglich. Ein fester Termin pro Woche reicht oft, um neue Marken zu prüfen, offene Gespräche zu aktualisieren und ein Follow-up zu senden. So bleibt Akquise ein klarer Arbeitsblock statt dauernd im Hinterkopf zu laufen.
Markiere außerdem, welche Kategorien tatsächlich zu Gesprächen führen. Nach einigen Wochen erkennst du, ob dein Profil eher für bestimmte Produktwelten, lokale Anbieter oder wiederkehrende Alltagsthemen interessant ist. Diese Erkenntnis fließt zurück in deine Positionierung und in dein Petfluencer-Media-Kit.
Häufige Fragen
Muss ein Petfluencer nur Tiermarken anschreiben?
Nein. Entscheidend ist, ob Produkt und Szene nachvollziehbar zum Account passen. Ein Tier-Account kann auch für andere Produktfelder interessant sein, wenn der Bezug aus dem tatsächlichen Alltag entsteht.
Wie viele Marken sollte ich gleichzeitig anschreiben?
Es gibt keine sinnvolle feste Zahl. Nimm nur so viele Kontakte auf, dass jede Nachricht einen echten Markenbezug und eine konkrete Idee enthält.
Soll ich direkt mein Media-Kit mitschicken?
Wenn die Kontaktmöglichkeit Anhänge oder Links erlaubt, kann ein kurzes Media-Kit sinnvoll sein. Noch wichtiger ist, dass die erste Nachricht bereits klar macht, warum der Account zur Marke passt.
Was mache ich, wenn eine Marke nur ein Produkt anbietet?
Prüfe Nutzen und Produktionsaufwand getrennt. Ob ein reiner Produkttausch für dich lohnt, entscheidest du getrennt von der Frage, ob die Marke zum Account passt.
Wie finde ich neue Ideen für passende Marken?
Schau auf deinen bestehenden Content und die Fragen deiner Community. Wiederkehrende Alltagssituationen liefern meist bessere Anlässe als eine lange Wunschmarkenliste.
Was ist eine Petfluencer-Kooperation?
Eine Werbepartnerschaft zwischen einer Marke und einem Creator, dessen Kanal sich um ein Haustier dreht. Typisch sind Futter, Zubehör, Pflege oder Versicherungen, aber auch Marken außerhalb der Tierbranche. Bezahlt wird mit Honorar, Produkten oder beidem, und die Kennzeichnung als Werbung gilt wie bei jeder anderen Kooperation.
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Betreut dich ein Management mit CreatorOffice, bekommst du den Zugang per Einladung deines Managements. Bestätigte Kooperationen, Briefings und Fristen kannst du dann im Portal nachvollziehen; deine eigene Markenrecherche bleibt davon getrennt. Mehr dazu unter Für Creator.


