Ein Petfluencer-Media-Kit ist die kompakte Vorstellung deines Tier-Accounts für Marken. Es beantwortet nicht jede Frage, sondern die wichtigsten: Wer seid ihr? Worum geht es auf dem Account? Wer folgt euch? Welche Formate könnt ihr liefern? Und wie sieht guter Content von euch aus?
Gerade bei Tier-Accounts sollte das Media-Kit nicht wie eine Sammlung süßer Bilder wirken. Marken müssen erkennen, welche Alltagssituationen, Themen und Produktionsbedingungen deinen Account prägen. So wird aus einem Profil eine buchbare Zusammenarbeit.
Petfluencer-Media-Kit: erst die Aussage, dann das Design
Bevor du Layout oder Bilder auswählst, schreib die Inhalte in eine einfache Liste. Die erste Seite muss bereits erklären, wer das Tier ist, welche Themen wiederkehren und für welche Art Zusammenarbeit du offen bist.
Ein gutes Media-Kit ist kein Lebenslauf. Die Marke soll nach kurzer Zeit sagen können: „Ich verstehe den Account und sehe, wie unser Produkt dort vorkommen könnte.“ Alles, was diese Entscheidung nicht unterstützt, ist optional.
Diese vier Inhalte müssen im Media-Kit sofort auffindbar sein:
- Profil: Ein kurzer Satz erklärt Tier, Account-Thema und den charakteristischen Content.
- Community: Zielregion, Interessen und passende Kennzahlen zeigen, für wen der Account relevant ist.
- Formate: Nur Leistungen nennen, die du wirklich anbietest und zuverlässig produzieren kannst.
- Beispiele: Wenige Arbeitsproben auswählen und jeweils kurz erklären, welche Aufgabe sie zeigen.

Kennzahlen brauchen einen Stand und eine Bedeutung
Zeig nur Kennzahlen, die du aktuell aus deinen Plattformen ablesen kannst. Schreib immer dazu, von welchem Zeitraum oder Stand sie stammen. Eine einzelne große Zahl ohne Bezug hilft einer Marke wenig.
Ergänze die Zahlen um ein bis zwei qualitative Hinweise: Welche Themen lösen viele Fragen aus? Welche Formate werden häufig gespeichert oder weitergeschickt? Bleib bei Beobachtungen aus deinem eigenen Account und mach daraus keine allgemeine Aussage über Tier-Accounts.
Arbeitsproben werden erklärt, nicht nur gezeigt
Wähle wenige Beiträge, die deine Positionierung belegen. Unter jedes Beispiel gehört ein kurzer Satz: Was war die Situation? Was zeigt es über deinen Stil? Warum ist es für eine Marke relevant?
Ein freier Beitrag kann genauso nützlich sein wie eine bezahlte Kooperation, wenn er das gewünschte Format gut demonstriert. Vermeide eine Galerie mit zehn ähnlichen Bildern. Drei unterschiedliche, aussagekräftige Beispiele sind leichter zu verstehen.
Kooperationsideen gehören als Vorschlag ins Media-Kit
Tier-Accounts profitieren von konkreten Szenen. Statt nur „Reel, Post, Story“ aufzulisten, ergänze bei ein oder zwei Formaten eine typische Idee: Morgenroutine, Unterwegs-Situation, ruhige Produktvorstellung zu Hause oder eine wiederkehrende Serie.
Die Idee bleibt allgemein genug, um für verschiedene Marken zu funktionieren. Sie zeigt aber, dass du in Szenen und Abläufen denkst und nicht bloß Fläche verkaufst.
Tier, Halter und Produktionsgrenzen getrennt zeigen
Ein Petfluencer-Media-Kit unterscheidet sich von einem normalen Influencer-Media-Kit, weil nicht nur dein Kanal erklärt werden muss. Eine Marke muss auch verstehen, welches Tier zu sehen ist, welche Rolle du als Halter im Content hast und welche Situationen realistisch produziert werden können.
Ein ausgeschriebenes Beispiel für die Profilseite kann so aussehen:
Ava Brandt betreibt den Account mit ihrer Hündin Momo. Der Content zeigt ruhige Alltagssituationen zu Hause, Spaziergänge und kurze Wochenendausflüge. Ava steht selbst gelegentlich vor der Kamera und erklärt Produkte aus Haltersicht. Momo wird nur in bekannten, entspannten Situationen gezeigt. Buchbar sind Foto-Serien, kurze Alltagsvideos und Story-Sequenzen. Für Produktionen mit vielen fremden Personen, lauter Umgebung oder vorgeschriebenen Handlungen mit dem Tier bietet Ava stattdessen Produktaufnahmen ohne Tier oder eine vereinfachte Alltagsszene an.
Damit beantwortest du Fragen, die bei einem Tier-Account früh entstehen, ohne aus dem Media-Kit ein Briefing zu machen. Deine genaue Positionierung kannst du vorher mit Tier-Account für Marken positionieren schärfen. Kommt später eine konkrete Anfrage, prüfst du sie getrennt mit Kooperationsanfrage für einen Tier-Account prüfen.
Versionen statt einer endlosen Datei
Du brauchst nicht für jede Marke ein komplett neues Media-Kit. Eine Grundversion plus kleine Anpassungen reichen. Tausche zum Beispiel die Reihenfolge der Beispiele oder eine Szenenidee aus, wenn eine andere Produktkategorie angesprochen wird.
Halte dagegen die Kernaussage stabil. Dein Tier-Account für Marken positionieren sollte in jeder Version wiedererkennbar bleiben.
Pflege-Routine für dein Media-Kit
Plane einen festen Termin, an dem du Kennzahlen, Kontaktangaben und Beispiele prüfst. Das kann nach einer größeren Kampagne oder in einem regelmäßigen Arbeitsrhythmus passieren. Wichtig ist, dass du nicht kurz vor einem Pitch hektisch alte Angaben zusammensuchst.
Der allgemeine Ratgeber Media-Kit erstellen erklärt die übergreifenden Bestandteile. Für Petfluencer kommt vor allem die klare Darstellung von Tier, Alltag und machbaren Szenen hinzu.
Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Petfluencer-Media-Kit sein?
So kurz, dass eine Marke die wichtigsten Punkte schnell erfassen kann. Entscheidend sind klare Inhalte, nicht eine feste Seitenzahl.
Muss ich schon bezahlte Kooperationen zeigen?
Nein. Relevante freie Arbeitsproben können genauso zeigen, wie du eine Alltagsszene oder Produktintegration umsetzt.
Soll ich Preise ins Media-Kit schreiben?
Das kannst du entscheiden. Wenn dein Aufwand je Anfrage stark variiert, kann es sinnvoller sein, nach dem Briefing ein konkretes Angebot zu machen.
Welche Kennzahlen gehören hinein?
Nur aktuelle, verständliche Kennzahlen, die zu deinen Formaten passen. Gib jeweils den Stand oder Zeitraum an.
Braucht jede Marke eine eigene Version?
Nein. Eine Grundversion reicht oft. Passe nur Beispiele oder Szenenideen an, wenn dadurch der Marken-Fit klarer wird.
CreatorOffice für Creator
Arbeitest du mit einem Management, das CreatorOffice nutzt, kommt dein Zugang per Einladung deines Managements. Das Media-Kit kann je Creator hinterlegt werden; bestätigte Kooperationen und Fristen bleiben im Portal separat organisiert. Mehr unter Für Creator.



