Ein Pitch an Marken ist eine kurze, gezielte Nachricht, in der du einen Creator und eine Idee für genau diese Marke vorstellst. Er beantwortet drei Fragen: Warum diese Marke? Warum dieser Creator? Was soll als Nächstes passieren? Wer das auf einer Bildschirmseite beantwortet, wird gelesen.
Die meisten Pitches scheitern nicht am Creator, sondern an der Nachricht. Sie sind zu lang, zu allgemein oder schicken Zahlen ohne Zusammenhang. Hier bekommst du fünf Bausteine, eine Pitch-Mail als Vorlage, Regeln für den Preis und ein Rechenbeispiel, mit dem du deine Pitches auswertest.
Der Pitch an Marken in fünf Bausteinen
Ein Pitch ist wie ein kurzes Gespräch am Telefon, nur schriftlich. Du hast wenige Sätze Zeit. Diese Reihenfolge hat sich bewährt:
- Betreff: Nenne Marke, Creator und Anlass. Zum Beispiel: „Idee für Lunava: Wochenplan-Serie mit Mara Linden“.
- Aufhänger: Ein Satz, der zeigt, dass du die Marke kennst. Etwa auf eine aktuelle Kampagne oder ein neues Produkt.
- Idee: Was soll entstehen? Drei Sätze genügen. Format, Inhalt, Nutzen für die Marke.
- Creator: Warum passt genau diese Person? Zwei, drei Fakten, die zur Idee passen, und der Link zum Media-Kit.
- Nächster Schritt: Eine konkrete Bitte, zum Beispiel ein kurzes Gespräch in einer bestimmten Woche.

Alles, was nicht in diese fünf Felder gehört, bleibt für das Gespräch. Lebenslauf des Creators, alle bisherigen Kooperationen und die Geschichte der Agentur lesen Marken nicht in einer ersten Mail.
Vorbereitung: was du über die Marke wissen musst
Zehn Minuten Recherche machen den Unterschied zwischen Rundmail und Pitch. Prüfe vor dem Schreiben:
Der letzte Punkt klingt klein, kommt aber oft vor. Wer Marken und Ansprechpersonen mit dem Stand an einem Ort führt, schreibt niemanden doppelt an.
Pitch-Mail Vorlage: ein Beispiel zum Anpassen
Die Marke und die Namen sind erfunden. Der Pitch richtet sich an eine Ansprechperson der Marke, daher in der Sie-Form:
Betreff: Idee für Kalmira: Wochenplan-Serie mit Mara Linden
Guten Tag Frau Keller,
Ihre neue Linie für Meal-Prep-Boxen ist mir aufgefallen, vor allem die Idee, Gerichte im Voraus zu planen. Dazu hätten wir eine Idee.
Mara Linden zeigt in einer vierteiligen Kurzvideo-Serie, wie sie ihre Woche mit den Boxen plant: Einkauf, Vorbereiten, drei Alltagsgerichte. Jedes Video endet mit einem Tipp, den Zuschauer direkt nachmachen können. So sehen Ihre Produkte im echten Alltag.
Mara kocht seit Jahren für berufstätige Familien und erreicht genau diese Zielgruppe. Ihr Media-Kit mit Kennzahlen, Themen und Stand finden Sie hier: [Link].
Hätten Sie in der Woche ab dem 20. Oktober 20 Minuten für ein Gespräch? Gern stelle ich die Idee dort genauer vor.
Beste Grüße Alex Nord, Studio Nordlicht
Was die Mail richtig macht: Sie ist kurz, die Idee steht vorn, der Aufhänger ist konkret, und die Bitte hat ein Datum. Sie nennt keinen Preis, keine Reichweite im Fließtext und kein „wir sind sehr professionell“.
Kampagnenidee vorstellen: drei Sätze genügen
Die Idee ist der wichtigste Teil. Erkläre sie in drei Sätzen:
- Was entsteht? Format und Umfang, zum Beispiel „vier Kurzvideos in einem Monat“.
- Wie sieht es aus? Eine Szene oder ein Ablauf, den die Marke sich vorstellen kann.
- Was hat die Marke davon? Zielgruppe, Anlass, Mehrwert, ohne Versprechen in Zahlen.
Biete lieber eine klare Idee an als drei vage. Willst du Alternativen zeigen, nenne eine zweite Idee in einem Satz und bitte um Rückmeldung. Wer sofort drei Konzepte schickt, gibt der Marke Arbeit, statt ihr eine Entscheidung zu erleichtern.
Preis im ersten Pitch: ja oder nein?
Dafür gibt es keine feste Regel. Du entscheidest nach der Lage:
| Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Die Marke hat nach Preisen gefragt | Nenne eine Spanne oder ein Paket, mit dem, was enthalten ist. |
| Erstkontakt ohne Anfrage | Lass den Preis weg und biete ein Gespräch an. Dort klärst du Umfang und Rahmen. |
| Die Marke arbeitet mit einer Ausschreibung oder Vorgaben | Halte dich an das Format und nenne einen Preis für genau die verlangte Leistung. |
| Du pitchst mehrere Creator in einer Liste | Zeige Preise nur, wenn die Marke sie ausdrücklich will. |
Dein Ziel im ersten Schritt ist ein Gespräch, kein Abschluss. Der Preis richtet sich nach Umfang, Nutzung und Laufzeit. Wie du Honorare kalkulierst, steht im Ratgeber zu den Influencer-Preisen. Fragen zu Nutzungsrechten oder Exklusivität in der Vereinbarung klärst du mit deiner Kanzlei.
Anhänge und Links: weniger ist mehr
Anhänge können von Filtern blockiert werden und bleiben oft ungeöffnet. Schicke stattdessen einen Link zum Media-Kit. Es zeigt Profil, Themen und Kennzahlen mit Stand. Wie ein gutes Media-Kit aufgebaut ist, erklärt der Ratgeber zum Media Kit erstellen. Lege nicht mehr als ein bis zwei Beispiele aus früheren Arbeiten bei, möglichst solche, die zur Idee passen. Zeig keine Beträge und keine Konditionen früherer Kooperationen, auch nicht in Referenzen.
Nachfassen und auswerten
Wer einmal schreibt und nicht nachfasst, verschenkt viele Antworten. Ein einfacher Rhythmus, den du anpassen kannst:
- Nach einer Woche: kurze Erinnerung mit einem neuen Anlass, etwa einem Beispiel oder einem freien Termin.
- Nach drei weiteren Wochen: eine letzte Nachricht mit klarem Ende. Danach lässt du den Pitch ruhen.
Vermerke bei jedem Pitch: Marke, Ansprechperson, Datum, Creator, Idee, Stand. Nach einem Quartal wertest du aus. Ein Rechenbeispiel mit frei gewählten Zahlen für Studio Nordlicht:
| Schritt | Anzahl | Anteil vom vorigen Schritt |
|---|---|---|
| Pitches verschickt | 20 | – |
| Antworten | 9 | 45 % |
| Gespräche | 4 | 44 % |
| Angebote | 2 | 50 % |
| Zusagen | 1 | 50 % |
Von 20 Pitches kommt also eine Zusage, das sind 5 Prozent. Die Zahlen zeigen nicht, was „gut“ ist, sondern wo du ansetzt. Im Beispiel kommt fast jede zweite Marke zurück, aber nur vier von neun Antworten führen zum Gespräch. Das Team prüft deshalb, ob die Bitte am Ende der Mail klar genug ist.
Typische Fehler beim Pitch
Die Mail beginnt mit der Agentur
Marken wollen wissen, was sie davon haben. Beginne mit der Idee und stelle die Agentur später vor.
Zu viele Creator in einer Mail
Wer fünf Creator pitcht, pitcht keinen. Zeige einen Creator mit Idee. Willst du mehrere zeigen, nutze eine Liste mit kurzem Kommentar je Person.
Zahlen ohne Stand
Eine Reichweite ohne Datum und Plattform wirkt unseriös. Nenne den Stand oder verlinke das Media-Kit, in dem er steht.
Die Mail ist eine Kopie
Marken erkennen Rundmails sofort. Ändere mindestens Aufhänger und Idee für jede Marke.
Es gibt keinen nächsten Schritt
„Melden Sie sich gern“ ist keine Bitte. Nenne einen Zeitraum und biete an, anzurufen.
So bildet CreatorOffice den Pitch an Marken ab
CreatorOffice ist ein Backoffice im Browser für Talent-Managements und Influencer-Agenturen. In CreatorOffice hängt alles an der Kooperation: Was du beim Pitch festhältst, übernimmt der nächste Schritt. Für den Pitch sind diese Funktionen belegt:
- Media-Kits je Creator: Kurzprofil auf Deutsch und Englisch, Themen, Kennzahlen je Plattform mit Stand, auf Wunsch Preise und Referenzen. Referenzen zeigen nie Beträge oder Konditionen. Ab Tarif Team.
- Pitch-Listen: Zusammenstellung mit bis zu 30 Creatorn. Ab Tarif Team.
- Versand per Link: Der Link ist persönlich, befristet und jederzeit widerrufbar. Die Marke öffnet ihn mit ihrer E-Mail-Adresse, jeder Aufruf steht im Protokoll.
- Marken mit Ansprechpersonen: Zuständigkeit für Rechnung, Vertrag, Briefing oder Freigabe. In jedem Tarif.
- Anfragen und Angebote: Anfragen mit Budget, Zeitraum und Stand bis zur Zusage, Angebote als PDF in Fassungen. Aus der Zusage wird die Kooperation. Ab Tarif Team.
Eine PDF-Datei direkt aus CreatorOffice gibt es für das Media-Kit nicht. Du kannst die Seite drucken oder im Browser als PDF sichern.

Mehr zum Bereich findest du auf der Seite CRM für Influencer-Agenturen. Was in welchem Tarif steckt, zeigen die Tarife.
Häufige Fragen
Wie schreibe ich einen Pitch an eine Marke?
Mit fünf Bausteinen: Betreff mit Marke, Creator und Idee; ein Satz Aufhänger; die Idee in drei Sätzen; ein kurzes Creator-Profil mit Link zum Media-Kit; eine konkrete Bitte um ein Gespräch. Halte die Mail kurz, höchstens eine Bildschirmseite.
Soll ich im ersten Pitch einen Preis nennen?
Nur, wenn die Marke danach gefragt hat oder eine bestimmte Leistung ausgeschrieben ist. Sonst ist das Ziel des ersten Pitches ein Gespräch. Dort klärst du Umfang, Nutzung und Laufzeit, auf denen der Preis beruht.
Wie oft darf ich bei einer Marke nachfassen?
Zweimal reicht: einmal nach etwa einer Woche mit einem neuen Anlass, einmal als letzte Nachricht mit klarem Ende. Danach lässt du den Pitch ruhen und meldest dich bei einem neuen Anlass.
Wie viele Creator pitche ich gleichzeitig?
Einen mit Idee, oder wenige mit kurzem Kommentar je Person. Je mehr Creator in einer Mail stehen, desto unschärfer wird die Idee. Eine Liste eignet sich für Marken, die auf der Suche nach mehreren Profilen sind.
Was gehört in eine Pitch-Mail als Anhang?
Am besten nichts. Verlinke das Media-Kit und, wenn nötig, ein bis zwei passende Beispiele. Anhänge werden gelegentlich blockiert oder nicht geöffnet.
Wie verschicke ich ein Media-Kit sicher in CreatorOffice?
Ab Tarif Team als persönlichen, befristeten Link, den du jederzeit widerrufen kannst. Die Marke öffnet ihn mit ihrer E-Mail-Adresse, und jeder Aufruf steht im Protokoll.
CreatorOffice kostenlos testen
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