UGC-Fotos anbieten lohnt sich, weil Marken neben Videos auch Bilder brauchen: für den Onlineshop, für Beiträge und für Anzeigen. Du hast Produkt, Licht und Drehort ohnehin aufgebaut. Mit einer kurzen Liste von Motiven entstehen die Fotos im selben Termin, und du kannst sie als eigenen Posten im Paket verkaufen.
In diesem Ratgeber erfährst du, welche Fotos Marken als UGC wünschen, wie du sie am Drehtag mitnimmst und wie du den Preis aus der Zeit je Foto ableitest. Dazu kommen eine Lieferliste und die Frage, wie du den Nutzungsumfang für Bilder getrennt von den Videos nennst.
Welche Fotos Marken als UGC brauchen
UGC-Fotos sollen echt wirken. Das unterscheidet sie von Produktfotos im Studio. Marken fragen meist nach vier Motivarten:
| Motiv | Das zeigt es | Wofür Marken es nutzen |
|---|---|---|
| Produkt in der Hand | Größe und Griff | Onlineshop, Beitrag auf Social Media |
| Produkt im Alltag | Einsatz in einer echten Situation | Beiträge, Newsletter, Anzeigen |
| Detail | Material, Verschluss, Beschriftung | Produktseite im Onlineshop |
| Auspacken | erster Eindruck, Verpackung | Beitrag, Anzeige |
Wichtig ist die Abgrenzung: Du lieferst keine professionelle Produktfotografie mit Studiolicht und Retusche. Wer das als Dienstleistung anbieten will, findet den Weg im Bereich Für Content-Fotografen. Bei UGC zählt der natürliche Blick.
Fotos am Drehtag mitnehmen: die Motivliste
Am günstigsten entstehen Fotos am Drehtag. Produkt, Licht und Ort stehen bereit, du musst nichts neu aufbauen. Plane dafür eine Motivliste:
- Lies das Briefing und notiere, welche Motive die Marke wünscht.
- Ergänze aus deiner Erfahrung zwei bis drei Motive, die du bei dieser Produktart gern lieferst.
- Leg fest, wann du fotografierst: zwischen den Videoclips oder am Ende.
- Sortiere die Motive nach Ort, damit du nicht dreimal umbaust.
Ein Beispiel: Svea Roth dreht UGC für Gartenzubehör. Für die Marke Lunava, die eine Gießkanne verkauft, plant sie 90 Minuten.
| Zeit | Inhalt |
|---|---|
| 0 bis 10 Minuten | Produkt auspacken, Zustand prüfen, Aufbau |
| 10 bis 60 Minuten | Videoclips im Garten |
| 60 bis 85 Minuten | Fotos: Kanne in der Hand, am Beet, Detail der Brause, Verpackung |
| 85 bis 90 Minuten | Auswahl sichern |
UGC-Fotos anbieten und berechnen: Zeit je Foto
Auch Fotos rechnest du aus deinem Aufwand. Nutze zwei Teile: eine feste Zeit und eine Zeit je Foto.
- Feste Zeit: Aufbau und Abstimmung, Auswahl der Bilder, Übergabe
- Zeit je Foto: Aufnahme und Bearbeitung
Rechenbeispiel (frei gewählte Zahlen, keine Marktpreise, alle Beträge ohne Steuern): Svea schätzt 1,5 Stunden feste Zeit und 0,5 Stunden je Foto. Sie rechnet mit 40 € je Stunde.
| Paket | Rechnung | Stunden | Betrag |
|---|---|---|---|
| 5 Fotos | 1,5 + 5 × 0,5 | 4 | 160 € |
| 10 Fotos | 1,5 + 10 × 0,5 | 6,5 | 260 € |
| 15 Fotos | 1,5 + 15 × 0,5 | 9 | 360 € |
Entstehen die Fotos im selben Dreh wie das Video, sparst du den zweiten Aufbau. Svea schätzt die Ersparnis auf 1 Stunde:

Für zehn Fotos zum Videodreh sind das 6,5 − 1 = 5,5 Stunden, also 5,5 × 40 € = 220 €. Allein stehen die zehn Fotos mit 6,5 × 40 € = 260 € im Paket. Den Videoteil des Pakets rechnest du getrennt, zum Beispiel mit dem Rechner UGC-Vergütung berechnen. Beide Teile zusammen ergeben das Paket aus dem Ratgeber UGC-Pakete erstellen.
Den Zeitaufwand erfasst du über einige Aufträge hinweg. Wie das geht, zeigt der Ratgeber UGC-Zeitaufwand pro Video.
Lieferumfang festlegen: vier Entscheidungen
Damit die Marke weiß, was sie bekommt, entscheidest du vier Dinge und schreibst sie ins Angebot:
| Entscheidung | Beispiel |
|---|---|
| Anzahl | 10 Fotos aus 25 Aufnahmen |
| Format | Hochformat und Querformat, je nach Einsatz |
| Bearbeitungsgrad | Farbe und Helligkeit angepasst, keine Retusche |
| Auswahl | du wählst vor, die Marke bekommt die fertige Auswahl |
Zur Auswahl lohnt eine klare Regel. Gibst du alle Aufnahmen frei, ist das ein eigenes Extra und kostet mehr Zeit beim Sortieren. Eine feste Zahl von Fotos hält den Aufwand im Rahmen. Wünscht die Marke mehr, wird daraus eine Erweiterung mit eigenem Preis.
Vorlage: Zeile im Angebot
10 UGC-Fotos (Hoch- und Querformat), farblich angepasst, von mir ausgewählt. Lieferung zusammen mit dem Video, 7 Werktage nach Briefing und Eingang des Produkts. Weitere Fotos auf Anfrage zu [Betrag] je Foto.
Willst du Fotos ohne Video anbieten, ändert sich nur die Zeile mit der Lieferzeit. Wie du ungeschnittene Dateien als eigenes Extra behandelst, zeigt der Ratgeber UGC-Rohmaterial anbieten.
Nutzungsumfang für Fotos getrennt nennen
Fotos haben oft einen anderen Einsatz als Videos. Ein Produktfoto im Onlineshop bleibt länger online als ein Video im Beitrag. Nenn deshalb den Umfang für Fotos in einer eigenen Zeile:
| Lieferung | Nutzung | Dauer |
|---|---|---|
| Video, 30 Sekunden | Profil der Marke, Anzeigen | 90 Tage |
| 10 Fotos | Onlineshop, Profil der Marke | 12 Monate |
Das macht klar, dass sich Dauer und Kanäle unterscheiden. Wie du den Aufschlag für die Nutzung rechnest, zeigt der Ratgeber UGC-Nutzungsumfang im Angebot. Welche Rechte an Bildern bestehen und wie sie vertraglich geregelt werden, klärst du mit einer Kanzlei.
Wenn die Marke mehr will als vereinbart
Fotos sind ein Bereich, in dem Wünsche gern nebenbei wachsen. Drei Fälle kommen oft vor:
| Wunsch der Marke | Deine Antwort |
|---|---|
| „Könnt ihr noch fünf Bilder dazugeben?“ | Ja, als Erweiterung: fünf Fotos nach deiner Rechnung, mit neuem Betrag und Datum |
| „Wir bräuchten alle Aufnahmen vom Tag.“ | Das ist Rohmaterial mit Sortieraufwand und eigenem Preis |
| „Bitte noch stärker nachbearbeiten.“ | Prüfen, ob es zum vereinbarten Bearbeitungsgrad gehört, sonst Mehraufwand nennen |
Der Ablauf ist immer derselbe: erst den Wunsch festhalten, dann Aufwand und Betrag nennen, dann auf die Bestätigung warten. Erst danach legst du los. So bleibt das Angebot die Grundlage und die Marke merkt, dass jeder Zusatz Zeit kostet. Passt ein Wunsch in die vereinbarte Auswahl, mach ihn ohne Aufpreis. Das stärkt die Zusammenarbeit.
Ein Satz zum Mitnehmen: „Gern, das sind fünf zusätzliche Fotos, 2,5 Stunden Aufwand, also [Betrag]. Ich liefere sie bis [Datum], wenn ihr bis [Datum] bestätigt.“
Mit Management: Content im Creator-Portal abgeben
Arbeitest du über ein Management, das CreatorOffice nutzt, hast du im Creator-Portal am Handy:
- Was du abgibst: Umfang je Monat, Plattform, Nutzungsdauer und Termin der Content-Abgabe
- Content hochladen: Du lädst deine Dateien hoch, das Team gibt sie frei oder fordert eine Korrektur an
- Veröffentlichung melden: Beiträge mit Link und Datum
- Kalender: Fristen, auf Wunsch mit Erinnerung am Vortag per Mail
Den Zugang bekommst du per Einladung deines Managements. Wie das Portal aussieht, zeigt die Seite Für Creator.

Häufige Fragen
Was sind UGC-Fotos?
UGC-Fotos sind Bilder, die wie aus dem Alltag wirken: Produkt in der Hand, im Einsatz oder im Detail. Marken nutzen sie im Onlineshop, auf Social Media und in Anzeigen. Sie ersetzen kein Studioshooting.
Wie viel kosten UGC-Fotos?
Das legst du selbst fest. Rechne feste Zeit plus Zeit je Foto, multipliziere mit deinem Stundensatz und nenn die Nutzung separat. Das Beispiel oben zeigt den Rechenweg mit frei gewählten Zahlen.
Soll ich Fotos zum Video anbieten oder einzeln?
Als Zusatz zum Video, wenn du sie im selben Dreh machst, denn dann sparst du Aufbauzeit. Einzeln lohnen sich Fotos, wenn eine Marke nur Bilder braucht. Dann rechnest du die feste Zeit vollständig.
Wie viele Fotos gehören in ein Paket?
Das hängt vom Einsatz ab. Eine feste Zahl, etwa 5, 10 oder 15 Bilder, macht Pakete vergleichbar. Alles darüber hinaus ist ein Zusatz mit eigenem Preis.
Soll ich alle Aufnahmen mitliefern?
Besser nicht, denn das ist ein eigenes Extra mit Sortieraufwand. Liefere eine feste Auswahl und biete weitere Aufnahmen gegen Aufpreis an.
CreatorOffice für Creator
Arbeitest du mit einem Management, das CreatorOffice nutzt, siehst du im Creator-Portal Umfang, Frist und Stand jedes Deals und lädst Fotos und Videos dort hoch. Zeig CreatorOffice deinem Management.


